11.02.2016
SPD verabschiedet sich vom schlanken Staat
Als „Schritt in die richtige Richtung“ bewertete die schleswig-holsteinische dbb-Landesbundvorsitzende Anke Schwitzer den neuen Vorstoß der Landes-SPD zum Personalabbaupfad. Nun also doch: Es soll mehr Personal für Schulen, Polizei und Justiz geben.

 

„Dem Flüchtlingszustrom sei Dank - die SPD hat die Zeichen der Zeit endlich erkannt“, bemerkte Schwitzer zu der Kehrtwende der SPD: „Unsere Forderung nach einer an den Aufgaben orientierten Personalausstattung steht schon viel länger, allerdings zu deutlich mehr Bereichen im Raum.  Der Friesenhof-Fall ist nur ein Beispiel dafür, dass schon längere Zeit etwas nicht gestimmt hat im System. Wenn die Flüchtlingssituation jetzt der berühmte Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, dann können wir dies zumindest als positiven Effekt erkennen. Dennoch – wir brauchen nicht nur mehr Masse, sondern auch mehr Klasse, ein breiteres Kompetenzspektrum: Es kommt eben auch eine riesige Integrationsarbeit in allen gesellschaftlichen Bereichen auf uns zu. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Aufgaben müssen bewältigt werden. Wir sind in einer anderen Realität angekommen!“

 

Bereits im letzten Oktober hatte Schwitzer den eingeschlagenen Personalabbaupfad gegenüber der Landesregierung als `nicht mehr in die Zeit passend´ infrage gestellt.

 

„Teuer wird`s werden, das muss uns allen doch klar sein. Natürlich muss sparsam gehaushaltet werden. Aber Sparen um jeden Preis und an den falschen Enden wäre ein gefährlicher Weg. Wir brauchen jetzt sinnmachende Investitionen in die Zukunft unseres Landes. Und dazu gehört eben auch mehr Personal“, so Schwitzer abschließend am 11.2.2016.

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