18.02.2016
Forderung in der Einkommensrunde ist gefunden
„Unsere Forderungen sind konsequent. Sowohl hinsichtlich der Erwartungen der Beschäftigten, als auch insbesondere mit Blick auf eine zukunftstaugliche Personalpolitik“, sagte Willi Russ, Zweiter Vorsitzender des dbb, am 18. Februar 2016 in Berlin.

Der dbb lässt keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit aufkommen: In dieser anstehenden Tarifrunde mit Bund und Kommunen sollen signifikant höhere Einkommen für die Beschäftigten durchgesetzt werden.

Russ weiter: „Die Flüchtlingssituation hat allen gezeigt, wie wichtig ein motivierter, funktionsfähiger und personell angemessen ausgestatteter öffentlicher Dienst ist. Dafür gibt es aber jede Menge Handlungsbedarf, bei der generellen Bezahlung genauso wie bei der Übernahmezusage für die Auszubildenden.“

 

Die Staatseinnahmen seien generell stabil, auch wenn man sich der zum Teil schwierigen Haushaltslage einiger Kommunen bewusst sei. Russ: „Die Wirtschaft boomt und die Staatskassen sind so gut gefüllt wie lange nicht. Auch das hat viel mit der Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes zu tun. Die Kolleginnen und Kollegen fordern jetzt ihren fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg ein – das ist nur recht und billig und gilt für Arbeitnehmer und Beamte gleichermaßen. Deshalb fordern wir natürlich die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der Tarifeinigung auf die Beamten und Versorgungsempfänger.“


Die wichtigsten Forderungen der Gewerkschaften:

- Lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent;
- Erhöhung der Auszubildendenentgelte um 100 Euro monatlich;
- Angleichung des Urlaubsanspruchs auf 30 Tage und unbefristete
- Übernahme für alle Auszubildenden;
- Tariflicher Ausschluss sachgrundloser Befristungen;
- Zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf Beamtinnen und Beamte sowie Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger;
- Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 12 Monate betragen.

Im direkten Anschluss an die Forderungsaufstellung erklärte die schleswig-holsteinische dbb-Chefin Anke Schwitzer in Berlin:
"Unsere Forderung liegt nun auf dem Tisch. Jetzt ist es an den Arbeitgebern, die gute Arbeit der Beschäftigten entsprechend zu würdigen."


dbb/schw 

zurück